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Kreisjugendring Lüchow-Dannenberg

Hallo lieber Leser dieses Artikels,

Sie ist schon "stark", die Jugend. Sie ist bloß zu leise, sie fordert nicht genug, sie duckt sich und ist lieber still, gibt sich mit den Brotsamen der Gesellschaft zufrieden und hofft, bloß nicht angesprochen zu werden.

Diesen Eindruck kann man durchaus bekommen, wenn man den Artikeln, die in EJZ, AZ und den Generalen zu unserer Veranstaltung in Himbergen am 8. Juni zu lesen waren, Glauben schenken darf.

Hallo! Wer hat da was nicht mitbekommen? Wer hat nicht mitbekommen, dass Jugend nicht nur heraus muss aus der Defensive, sondern das auch will? Und sind Jugendliche etwa deshalb politikmüde, weil sie keine Lust drauf haben? Oder gibt's eventuell auch andere Gründe? Und wer hat denn diese Veranstaltung eigentlich gemacht, die "Lobby von Jugendarbeit" doch, oder?

Jedefalls scheint mir der Grundtenor, Jugend habe kein Interesse und solle doch gefälligst mal Laut geben, am Thema vorbei zu gehen.

Man braucht auch schon ein wenig Lust zum Politisieren, einmal ein Erfolgserlebnis haben, wäre nicht schlecht. Aber wie soll sich das wirklich einstellen zum Beispiel bei den dunklen Wolken zu den beruflichen Aussichten, oder bei einer projektorientierten Förderung. Wie sagte Professor Kappeler: "Zukunft ist meist die Vermäntelung zur Verweigerung im Hier und Jetzt" und deswegen brauchen Kürzungen im Sozialen schon den Hinweis darauf, dass nur so "die Zukunft" gerettet werden kann.

Den Aufruf an Jugendarbeit, sich auf ihre Rechte zu besinnen und ihre Stärke sichtbar zu machen, hat sie, glaub ich verstanden.

Der Kreisjugendring Lüchow-Dannenberg hat von vorn herein diese Diskussionsrunde als Auftakt gesehen zu einer intensiven Auseinandersetzung mit der Zukunft. Der Dialog mit der Poltitik wird fortgesetzt!

Zunächst einmal auf einem Schaukelstuhl (siehe Ankündigung im rechten frame)

 

mj.

 

ps: Zur weiteren Information könnt ihr die Presseartikel von dieser Seite downloaden!

Kreisjugendring Lüchow-Dannenberg

JUGEND VERSTûRKT DEN VORSTAND DES KREISJUGENDRINGES LÜCHOW-DANNENBERG

Eigentlich doch selbstverständlich ist häufig fest zu stellen, dass Erwachsene die Richtung von Jugendarbeit vorgeben. Da kann der Kreisjugendring sich freuen, seit seiner diesjährigen Vollversammlung verstärken mit Ronja Thiede 16 Jahre (Grüne Jugend), Stefan Sachser, 16 Jahre (THW-Jugend) und Jan Mävers, 18 Jahre (Evangelische Jugend und Jusos) drei Jugendliche den Vorstand und stellen damit sicher, dass der Kontakt zur sogenannten Basis nicht verloren geht.

Mit der Aufnahme von zwei neuen Gruppen wächst der Kreisjugendring weiter. Einstimmig wurden die DLRG-Jugend aus Lüchow und die Museumsdetektive aus Hitzacker aufgenommen.

Die DLRG Lüchow existierte bisher als Stützpunkt der DLRG Bergen und ist seit vergangenem Jahr eine eigene Ortsgruppe. Die Gründung der Jugendgruppe war eine logische Folge aus dieser Entwicklung. Der Schwerpunkt dieser Gruppe ergibt sich automatisch, aber neben der Ausbildung im Schwimmen soll auch die lebendige Gruppenarbeit ein attraktives Angebot für junge Menschen in Lüchow bieten.

Besonders interessant verspricht die Arbeit der neuen Gruppe Museumsdetektive zu werden. Sie wird in den Sommerferien ein Freizeit in Meudelfitz anbieten und dort den Spuren der Wifo nachgehen. Die im Aufbau befindliche Jugendgruppe wird sich mit den archäologischen Schätzen beschäftigen, die geschichtliche Entwicklung nachspüren und in der Gruppenarbeit den Spaßfaktor nicht vergessen.

Beide Gruppen verfügen inzwischen über ausgebildete Jugendleiter.

In seinem Bericht über das abgelaufene Jahr konnte der Vorsitzende Michael Ketzenberg unter anderem über zwei erfolgreiche Aktionen berichten, nämlich dem gemeinsam mit dem Kreisjugendring Uelzen veranstalteten Infotag zur Zukunft von Jugendarbeit auf dem Lande mit dem Titel "Starke Jugend - Starke Zukunft" am 8. Juni 2006 in Himbergen und den "neXTvote-Veranstaltungen im Vorfeld der Kommunalwahlen, die mit der Übergabe eines Zeugnisses an den Landrat beendet wurden.

Elke Mundhenk als stellvertretende Landrätin hat in ihrem Grußwort auf die Veranstaltung Starke Jugend ... Bezug genommen und betont, dass die Jugendarbeit politisch sein muss und zu mehr Engagement aufgerufen.

Diesen Appell nahm Klaus-Peter Dehde als Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses mit Blick auf seine eigenen politischen Wurzeln in der Offenen Jugendarbeit gern auf. Da paßt die Ankündigung des Landesjugendringes Niedersachsen, auch im Vorfeld zu den Landtagswahlen 2008 neXTvote fort zu setzen gut ins Bild und Michael Ketzenberg kündigt eine Beteiligung des Kreisjugendringes an den Aktionen an.

 

 

 

Kreisjugendring Lüchow-Dannenberg

Hitzacker:

Die Nüsse des Henning-Schulze-Drude

Großes Bedauern herrscht im Vorstand des Kreisjugendringes wegen

des Fortgangs von Henning Schulze-Drude aus der aktiven Jugend-

arbeit in Lüchow-Dannenberg.

Henning wird fehlen als großer Nüsse-Knacker, meint Kreisjugend-

pfleger Manfred Jucks und hob noch einmal beispielhaft einige der

in den vergangenen 18 Jahren geknackten Nüsse hervor:

Die erste Nuss, die es zu knacken war, war die eigene Integration

in seine Arbeit, die Menschen um ihn herum und die verbandliche

Jugendarbeit.

Die zweite Nuss folgte auf dem Fuße: unser Kreisjugendring, ein

besonders furchiges, unebenes Exemplar, welches nur gemeinsam

zu knacken war.

Die dritte Nuss war eine mit besonders hartnäckiger Widerstands-

kraft ausgestattet, es war das Bemühen, mit Veranstaltungen wie

die mit den Politikern in der Realschulaula in Lüchow als KJR die

Jugend zu erreichen.

Die vierte Nuss schließlich war dagegen von dünner Schale ge-

kennzeichnet, leicht zu knacken mit Überzeugungskraft und

Engagement. Seine Meinung war gefragt, die Reaktionen des

Kreisjugendringes mit blauen Briefen und Zitronen an Deutlichkeit

nicht zu toppen.

Die fünfte Nuss? Eine davon liegt vor Euch: die KJR-Drucksache.

Sie ist ein Synonym für neue Ideen und Phantasie.

Nur fünf Nüsse von vielen. Und nur die im oder für den Kreisjugendring

geknackten oder auch nicht geknackten.

Nüsse gab es auch zu knacken in Familie (aus einem Schulze wurde

ein Schulze-Drude - so viel Zeit muss sein!), Innerhalb von Kirche in

seinem Beruf (aus dem Jugendwart wurde ein MAV-Vorsitzender)

wie auch als Glied der Gemeinde und als kirchenpolitischer Synodaler.

Wir wünschen Henning für die Zukunft alles Gute,

der Vorstand des Kreisjugendringes

Kreisjugendring Lüchow-Dannenberg

Bild oben: von links: Kreisjugendpfleger Manfred Jucks, Landrat Jürgen Schulz, Eva Flügge (Geschäftsf.), Michael Ketzenberg (1.Vors.)
Bild unten: Im Gespräch: Christiane Beyer von der Elbe-Jeetzel-Zeitung, Michael Ketzenberg, Eva Flügge und Landrat Jürgen Schulz

Mit seinen "Schaukelstuhl-Aktionen" und unermüdlichen Aufrufen an Lüchow-DannenbergerJugendliche hatte sich der KJR an der "neXTvote"-Aktion des Landesjugendringes beteiligt. Auch der jetzige Landrat Jürgen Schulz hatte sich auf dem Schaukelstuhl den Fragen des KJR gestellt.

Nun war es so weit. Der Vorsitzende Michael Ketzenberg und die Geschäftsführerin Eva Flügge haben aus den Ergebissen von neXTvote ein Zeugnis erstellt und dies mit dem Notenschnitt von 3,2 (das war genau der Landesdurchschnitt!) offiziell dem Landrat übergeben.

3,2, so gut hatten es die Vertreter des KJR gar nicht erwartet. Aber Durchschnitt ist auch immer verbesserbar, und so fassten beide Seiten die Befragung auch als Ansporn für eine aktive Jugendarbeit auf.

Insbesondere das Thema Mitbestimmung soll auf der Agenda stehen, hier waren die Noten schlechter als der Landesdurchschnitt. Michael Ketzenberg stellt auch für die Jugendverbände einen Handlungsbedarf fest, denn auch die Verbände haben einen schlechteren Durchschnittswert.

neXTvote wird laut Landesjugendring eine Fortsetzung finden. Der KJR Lüchow-Dannenberg wird sich wieder beteiligen, so lautet ein Vorstandsbeschluss.